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Formel E: Rein elektrisch angetriebene Boliden schnappen sich den Team-Titel
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Rasant in New York: Vor malerischer Kulisse sichert sich Audi im
Premierenjahr in der Formel E zusammen mit den Partner Abt und
Schaeffler den Team-Titel. © Audi/TRDmobil
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Herzschlagfinale mit Happy End: Die Rennfahrer Daniel Abt (links)
und Lucas Di Grassi feiern den Gewinn des Team-Titels in der Formel E. ©
Audi/TRDmobil
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Das Saisonfinale der Formel E bietet Motorsport vom Feinsten mit spektakulären Bildern. © Audi/TRDmobil
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Geschafft: Die Audi-Fahrer Daniel Abt und Lucas Di Grassi liegen
sich nach dem Happy End in New York in den Armen. © Audi /TRDmobil
(TRD/MID) Happy End für Audi: Besser hätte das
Premierenjahr für die Ingolstädter in der Formel E nicht laufen können.
Die Marke mit den vier Ringen schnappte sich beim großen Finale der
Rennserie mit rein elektrisch angetriebenen Boliden in New York noch den
Team-Titel. Dabei ist Audi Sport erst in dieser Saison werksseitig in
die Formel E eingestiegen. Vor der malerischen Kulisse des „Big Apple“
feierte der Autohersteller mit seinen Partnern Abt Sportsline und
Schaeffler eine rauschende Party. Gleichzeitig machte Audi auf der
Rennstrecke beste Eigenwerbung für die Elektromobilität und künftige
Serienfahrzeuge mit alternativem Antrieb.
Mit einer Aufholjagd wie sie eingefleischte Motorsport-Fans
vielleicht noch aus den glorreichen Formel 1-Zeiten eines Michael
Schumacher kennen, gelang Audi praktisch auf der Zielgeraden noch die
Wende. An einem Wochenende für die Geschichtsbücher eroberte das „Dream
Team“ Audi Abt Schaeffler auf den Straßen New Yorks vier Podestplätze,
feierte dabei einen Doppelsieg und sammelte insgesamt 78 von maximal 94
möglichen Punkten.
Und damit machte die einzige deutsche Mannschaft in der immer
populärer werdenden Rennserie aus einem schier uneinholbaren Rückstand
von 33 Punkten am Ende noch einen hauchdünnen Vorsprung von zwei Zählern
auf das chinesische Team Techeetah. Mit Blick auf den Verkauf von
Elektroautos zählt dieser Sieg fast doppelt, schließlich gilt China als
der Boom-Markt für die automobilen Stromer. Das Gütesiegel „Made in
Germany“ hat den Rivalen aus dem Reich der Mitte zumindest auf der
Rennstrecke die Grenzen aufgezeigt.
Bis zur letzten Runde war die Entscheidung in der Teamwertung hart
umkämpft und nichts für schwache Nerven. Lucas di Grassi überquerte in
seinem Audi-Abt-Schaeffler im Sonntagsrennen nach 43 Runden auf dem
Straßenkurs in Brooklyn mit Blick auf Downtown Manhattan als Zweiter die
Ziellinie. Der Brasilianer machte sich mit seinem siebten Podestplatz
in Folge gleichzeitig zum Vize-Champion.
„In vier Rennen keine Punkte und nun bin ich noch Zweiter der
Fahrerwertung – das ist ein kleines Wunder“, sagt ein überglücklicher
Lucas di Grassi. Es sei eine herausragende Saison gewesen – für ihn
selbst, aber auch für das ganze Team. Gibt es ein Erfolgsgeheimnis? „Wir
geben niemals auf, der Teamtitel nach so einer unglaublichen Aufholjagd
ist der beste Beweis dafür“, so der Brasilianer. Di Grassi holte in den
vier Jahren, die es die Formel E nun schon gibt, im Team von Audi Sport
Abt Schaeffler mit 611 Punkten mehr Zähler und mit 27
Podiumsplatzierungen mehr als jeder andere Fahrer in der
Elektro-Rennserie.
Teamkollege Daniel Abt rundete den Audi-Ausflug über den großen
Teich im Finalrennen mit einem dritten Platz und damit 15 Punkten sowie
einem Zähler für die schnellste Rennrunde ab. Es war die insgesamt
vierte des 25-Jährigen, er ist damit der Fahrer mit den meisten
schnellsten Rennrunden in dieser Saison. Insgesamt gelang dies Audi
Sport Abt Schaeffler sieben Mal in zwölf Rennen – kein Team war in
dieser „Disziplin“ besser.
„Wir hatten ein großes Ziel, und das haben wir geschafft. Was für
ein Comeback – ich bin glücklich und freue mich für das ganze Team“,
sagte Daniel Abt. Damit meine er nicht nur alle an der Strecke, sondern
auch alle Partner und die Mitarbeiter in Ingolstadt, Neuburg und
Kempten, so der Rennfahrer aus dem Allgäu. Für Daniel Abt gab es auch
ein persönliches Happy End: Denn mit 120 Punkten, zwei Siegen und zwei
weiteren Podestplätzen in New York feierte er seine mit Abstand
erfolgreichste Saison in vier Jahren Formel E. In der Fahrerwertung
belegt Abt den fünften Rang.
Teamchef Allan McNish fiel ein Stein vom Herzen, den man bis in den
Hudson River plumpsen hörte. „Ja, wir mussten bis zur letzten Kurve und
bis zur letzten Sekunde zittern, aber nun ist es wahr geworden:
Team-Champion! Ich werde Lucas und Daniel nun ganz fest umarmen“, sagte
der Brite geradezu überschwänglich. Die Saison sei ein Auf und Ab
gewesen, aber beide Fahrer hätten stets ihr Bestes gegeben. Auch ihm
Finale, als es wirklich drauf ankam.
Audi-Motorsportchef Dieter Gass erlebte eine Achterbahnfahrt der
Gefühle. „Als wir nach New York anreisten war klar, dass das eine
wirklich große Herausforderung wird. Dass es aber so ein Krimi werden
würde, der bis zur letzten Kurve geht, hat uns allen den Atem geraubt.“
Danach dankte er allen Mitarbeitern bei Audi Sport, Abt sowie Schaeffler
und daheim und fasste treffend zusammen: „Dieses Herzschlagfinale hat
wirklich elektrisiert.“
Technologiepartner Schaeffler nutzte das Finale auch, um einen Blick
in die Zukunft der Formel E zu werfen. Dazu lud der Weltkonzern, der
das Team seit der ersten Stunde in der Formel E unterstützt, knapp 300
Gäste – darunter die deutsche Botschafterin in den USA, Dr. Emily Haber –
auf eines der typischen New Yorker Rooftops. Über den Dächern von New
York zeigte das Unternehmen aus Herzogenaurach dann einen Prototyp des
spektakulären neuen Audi e-tron FE05, in dem erneut gemeinsam
entwickelte Antriebstechnik von Schaeffler und Audi zum Einsatz kommt.
Das erste Rennen Mitte Dezember 2018 in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad
soll dann die zweite Ära in der Formel E einläuten. Mal schauen, wer bei
dem elektrischen Märchen aus 1.001 Nacht dann die Nase vorn hat.
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